Rattenhuber und die Wilde Maus

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28.12.2012 Schlösser Saal

Im Rahmen der Weltuntergangs Aftershow Party im Schlösser Saal lief am heutigen Freitag Abend der preisgekrönte, aber umstrittene Düsseldorfer Kurzfilm „Rattenhuber und die Wilde Maus“ vor über 500 Zuschauern.

Wir begrüßen die Wiederaufführung des Kurzfilmes im Zentrum der Düsseldorfer Lokalpolitik und des Brauchtums. Erfreulich insbesondere, da eben diese lokalpolitischen Vertreter ursprünglich das charmante filmische Stadtportrait wegen seiner kritischen Töne verteufelt hatten. Heute Abend haben Veranstalter und Zuschauer gezeigt, dass sie nicht nur lokale, sondern auch lokalkritische Kunst zu schätzen wissen.

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Hier ein Artikel aus der terz über Macht und Meinungsfreiheit - und über Rattenhuber und die Wilde Maus.

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25.09.2009
Kurzfilm Düsseldorf:
11 Filme über Unkraut, Ordnung und das Leben in der Stadt
Sonntag, 8.November 2009, 19:30 Uhr
Metropol-Kino, Brunnenstr. 20, Düsseldorf-Bilk

Ganz großes Kino: Wir dürfen wieder! Nachdem die Staatsanwaltschaft die Klage der Landeshauptstadt gegen "Rattenhuber und die Wilde Maus" abgeschmettert hat, sind wir sozusagen rehabilitiert und der Film wieder salonfähig.

Der Knüller ist, daß die Klage im Namen der Landeshauptstadt Düsseldorf erging und von Oberbürgermeister, Ordnungsamt, Rechtsamt sowie diversen namhaften politischen Vertretern forciert wurde. Haben die alle noch nie was von demokratischer Grundordnung und Meinungsfreiheit gehört? Und... sind die wirklich so blöd?

Im Gegensatz zu den Düsseldorfer Verwaltungsträgern haben die Staatsanwälte den Film vorurteilsfrei gesehen: als Würdigung der kulturellen und gesellschaftlichen Vielschichtigkeit sowie der Belebung der Stadt durch Andersdenkende und Minoritäten – und innerhalb dessen als gerechtfertigte Kritik am Auftreten des städtischen Ordnungs- und Servicedienst. Den Klägern werden da ganz schön die Ohren langgezogen...

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04.04.2009
Das erste Kurzfilmprogramm der Eiscremefabrik ist am Freitag erfolgreich über die Bühne gegangen. Trotz aller Hürden durften wir uns über einen bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal und ausgesprochen positives Feedback freuen. Herzlichen Dank an alle, die ihre Filme, Musik, Interesse und Unterstützung beigesteuert haben!

Wenn jemand noch Ideen, Anregungen, Kritik - oder ein Kino - hat, freuen wir uns über eine Nachricht. Wir verabschieden uns in eine kleine Frühjahrspause. Bis zum nächsten Mal...

Wer per E-Mail über Neuigkeiten informiert werden möchte, kann sich hier anmelden.

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18.03.2009
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat den Strafantrag gegen die Filmemacher abgelehnt. Bei dem Versuch, die künstlerische Freiheit einzuschränken, sind die politisch Verantwortlichen gescheitert. Die Frage nach der neuen städtischen Schutzstaffel darf (und muss) mit OSD beantwortet werden.

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16.03.2009
Der Kurzfilmabend findet nun am Freitag, dem 3. April um 20:00 Uhr im Audimax / Café Freiraum in Kooperation mit dem AStA der FH-D statt.
Anfahrt: Josef-Gockeln-Str. 9 - U 78 / U79 Haltestelle Golzheimerplatz.

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09.03.2009
Der Kurzfilmabend findet statt, aber leider nicht im Metropol. Das Kino hat sich dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt... Neuer Ort und Termin werden in Kürze angekündigt.
Mehr dazu steht in den facts.

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Pressemitteilung 03.03.2009

Düsseldorfer Kurzfilmabend im Metropol-Kino
mit dem Film Rattenhuber und die Wilde Maus.

Der Film Rattenhuber und die Wilde Maus von Djadja Desastra und Mitsuka hat beim Düsseldorfer Filmfestival im November 2008 den Publikumspreis gewonnen. Ab sofort ist der Film als DVD im Handel erhältlich. Aufgrund des großen öffentlichen Interesses wird er mit einem passenden Rahmenprogramm am Montag, 6. April 09 noch einmal im Düsseldorfer Metropol-Kino aufgeführt.

Rattenhuber und die Wilde Maus ist das erste filmische Düsseldorfer Kreuzworträtsel. Im Spiel mit nah- und fernliegenden Stadtmotiven führt der Film durch Politik und Unterhaltung, Hoch- und Subkultur, Macht und Widerstand.

Schon vor der Veröffentlichung hat der Film für Aufsehen gesorgt. Oberbürgermeister Elbers ist „entsetzt“ und Ordnungsdezernent Leonardt sieht eine „Grenze überschritten“.

In einer künstlerisch-experimentell-dokumentarischen Auseinandersetzung mit der Heimatstadt thematisiert der Film unter anderem die Ordnungs- und Sicherheitspolitik der Stadt, die in Struktur und Auftreten stark an antidemokratische Zeiten erinnert.

In Reaktion auf den Film betont Oberbürgermeister Elbers, dass der OSD „einen guten Job“ macht und überhört dabei die Menschen in dieser Stadt, die mit den städtischen Ordnungshütern andere, schlechtere Erfahrungen gemacht haben. Aufzeichnungen von Betroffenen sind allgemein zugänglich.

Nach Veröffentlichung des Filmes haben sich viele Menschen bei uns gemeldet, um von Übergriffen des OSD zu berichten. Wenn Elbers sich vor den OSD stellt, stellt er sich damit auch vor eine repressive Praxis der Schikane und Vertreibung?

Kunst bezieht sich auf die Lebenswirklichkeit ihrer Umgebung, also auch auf politische Zustände. Sie hinterfragt und überzieht. Die Auseinandersetzung mit öffentlichen Kontroversen ist ein konstituierendes Merkmal der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Ordnungsdezernent Leonardt dagegen stellt Strafantrag gegen die Filmemacher und lässt sich wider besseren Wissens mit „Das ist strafbares Verhalten“ zitieren. „Express“ fordert sogar ein Verbot.

Nicht der Film ist ein Skandal, die Reaktion von Teilen der Düsseldorfer Presse und den politisch Verantwortlichen ist es. Entlarvend – keine Kritik ohne Repressalien?

Bedanken möchten wir uns beim Düsseldorfer Kino-Publikum, das den Film verstanden und unterstützt hat.

Montag, 06. April 2009, 19:30 Uhr
Rattenhuber und die Wilde Maus
Kurzfilmprogramm
Metropol-Kino, Brunnenstraße 20, 40223 Düsseldorf